Chatbot
- beantwortet Fragen
- liefert Text oder Code
- reagiert meist nur auf den aktuellen Prompt
Interactive Tutorial
KI-Agenten verstehen, planen und praktisch für die Entwicklung einer Webanwendung einsetzen.
Dieses Tutorial erklärt dir Schritt für Schritt, wie KI-Agenten funktionieren, wann du mehrere Agents brauchst, wie ein Head-Agent Spezialisten koordiniert und wie daraus konkret eine Webanwendung entstehen kann.
Teil 1
Hier legst du das Fundament: Begriffe, Denkmodell und die Logik hinter Single- und Multi-Agent-Systemen.
Ein KI-Agent ist mehr als ein Modell, das Text erzeugt. Er verfolgt ein Ziel, arbeitet mit Kontext, kann Tools aufrufen und trifft innerhalb von Regeln Entscheidungen über den nächsten sinnvollen Schritt. Ein Modell ist wie ein kluger Motor. Ein Agent ist dieser Motor plus Lenkrad, Karte und Fahrplan.
Ein Assistent antwortet. Ein Agent arbeitet. Der Unterschied liegt nicht nur im Text, sondern in der Fähigkeit, Schritte auszuführen, Ergebnisse zu prüfen und bei Bedarf neu zu planen.
Geeignet für klar begrenzte Aufgaben, bei denen ein Agent mit guten Tools ausreicht.
Sinnvoll, wenn sich komplexe Aufgaben in Fachrollen zerlegen lassen.
Der Head-Agent ist der Orchestrator. Er nimmt das Gesamtziel entgegen, zerlegt die Arbeit, verteilt Teilaufgaben, prüft Ergebnisse und entscheidet, was als Nächstes passieren soll. Die Sub-Agents sind Spezialisten mit klaren Zuständigkeiten.
Teil 2
Hier lernst du, wie aus einzelnen Rollen ein belastbares System wird, das nicht nur arbeitet, sondern kontrolliert arbeitet.
Analysiert Ziele, formuliert Arbeitspakete und erstellt Spezifikationen.
Erzeugt Artefakte wie Code, Texte, Konfigurationen oder Datenmodelle.
Prüft Qualität, Konsistenz, Fehlerfälle und Sicherheitsaspekte.
Ergänzt Spezialrollen für Absicherung, Übergabe und Dokumentation.
Anforderung verstehen und klären.
Arbeitspakete und Rollen festlegen.
Spezialisierte Agents beauftragen.
Ergebnisse vergleichen und bewerten.
Artefakte zusammenführen.
Ausgabe bereitstellen oder menschlich prüfen lassen.
Für aktuelle Informationen, Dokumentation und externe Recherche.
Für interne Dokumente, Spezifikationen und Projektwissen.
Für APIs, Datenbanken, GitHub, Deployments oder Business-Systeme.
Für Tests, Berechnungen, Dateigenerierung oder Validierungen.
Guardrails sind Geländer an einer steilen Treppe: Sie nehmen dir den Weg nicht ab, aber sie verhindern den gefährlichen Absturz. Gute Agentensysteme kombinieren Freiheit in ungefährlichen Bereichen mit harten Stopps bei kritischen Aktionen.
Mehr Rollen bedeuten mehr Abstimmung. Zu viele Agents können ein Projekt eher verlangsamen als verbessern.
Wenn Frontend, Backend und Datenmodell durcheinanderlaufen, entstehen Widersprüche.
Ohne Dateiliste, JSON-Format oder Artefaktstruktur wird Integration mühsam und fehleranfällig.
Fehler pflanzen sich fort, wenn Ergebnisse ungeprüft in den nächsten Schritt übernommen werden.
Teil 3
Jetzt wird aus der Theorie ein echtes Projekt: Eine Aufgaben-Webapp mit Login, Projekten, Aufgaben und Kommentaren.
Leitet das Projekt, definiert Arbeitspakete, koordiniert Spezialisten und prüft Schnittstellen.
Der Head-Agent gleicht nach jedem Schritt die Ergebnisse ab: Stimmen die API-Felder? Passen Datenbank und Backend zusammen? Verwendet das Frontend dieselben Namen und Zustände? Diese Prüfungen sind der Unterschied zwischen losem Output und echter Systemarbeit.
Du bist der Orchestrator des Projekts. Zerlege das Ziel in Arbeitspakete, verteile diese an spezialisierte Agents, prüfe jede Ausgabe auf Konsistenz mit Spezifikation, Dateistruktur und Schnittstellen und führe Ergebnisse nur nach Review zusammen. Führe keine riskanten Aktionen ohne Freigabe aus.
Erstelle das Frontend der Aufgaben-Webapp mit React. Baue Login, Dashboard, Projektansicht und Aufgabenverwaltung. Liefere Dateiliste, Komponentenstruktur, API-Anbindung und offene Annahmen. Verwende exakt die im API-Vertrag definierten Feldnamen.
Erstelle das Backend mit Node und Express. Implementiere Authentifizierung, Projekt- und Aufgabenrouten, Validierung und Fehlerbehandlung. Liefere Endpunktliste, Datenmodell-Zuordnung, Dateistruktur und Hinweise auf Sicherheitsrisiken.
Prüfe das Projekt auf API-Mismatches, fehlende Validierung, Berechtigungsfehler, inkonsistente Feldnamen und Testlücken. Gib eine priorisierte Liste der Probleme mit konkreten Korrekturvorschlägen aus.
Ein sauberer Workflow ist wirkungsvoller als ein einziger riesiger Prompt mit allem zugleich.
Review und Guardrails sind die Bremsen eines schnellen Fahrzeugs: Sie machen Geschwindigkeit erst sicher nutzbar.
Je klarer die Verantwortung, desto geringer die Reibung beim Zusammenführen der Ergebnisse.
Du hast in drei Schritten gesehen, wie KI-Agenten gedacht, strukturiert und praktisch genutzt werden können. Der wichtigste Gedanke ist dabei einfach: Nicht jeder kluge Text ist schon ein Agentensystem. Erst Zielverfolgung, Rollen, Tools, Prüfungen und kontrollierte Übergaben machen daraus eine belastbare Arbeitsstruktur.